Nächster Kurs:

Mittwochsabends in Lichterfelde, ab 26.08.26

  • Mittwochs, 18:30 – 21:15 Uhr
  • ab Mittwoch, 26.08.26
  • 8 wöchentliche Termine: 26. August, 2. September, 9. September, 16. September, 23. September, 30. September, 7. Oktober, 14. Oktober
  • Tag der Achtsamkeit am Samstag, 3. Oktober
  • Kursraum: Moltkestraße 46, 12203 Berlin-Lichterfelde (in den Räumen der Heilpraktikerpraxis)

Mehr Infos zu MBSR - Stressreduktion durch Achtsamkeit

Was ist MBSR?

MBSR steht für „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (auf Deutsch: Stressbewältigung durch Achtsamkeit). Aber was ist Achtsamkeit überhaupt? Im Grunde bedeutet es, mit voller Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment zu sein – ohne zu bewerten, ohne gleich zu reagieren, einfach nur wahrzunehmen, was gerade ist. Das Programm wurde in den späten 1970er Jahren von Jon Kabat-Zinn an der Universität von Massachusetts entwickelt. Er wollte Menschen helfen, besser mit Stress, Schmerzen und den Herausforderungen des Lebens umzugehen, und zwar auf eine Weise, die wissenschaftlich fundiert ist, aber gleichzeitig die Weisheit alter Meditationstraditionen nutzt. MBSR ist also eine Brücke zwischen moderner Medizin und jahrtausendealter Achtsamkeitspraxis. 

Im Kern geht es bei MBSR darum, einen anderen Umgang mit dem zu finden, was Dich stresst. Statt automatisch zu reagieren, lernst Du, innezuhalten und bewusst wahrzunehmen, was gerade passiert: in Deinem Körper, in Deinen Gedanken, in Deinen Gefühlen. Das klingt vielleicht erstmal simpel, aber genau darin liegt die Kraft: Wenn Du merkst, dass Deine Schultern verspannt sind oder Deine Gedanken im Hamsterrad kreisen, hast Du plötzlich die Wahl, wie Du damit umgehen möchtest. MBSR kombiniert verschiedene Übungen wie Meditation, Bodyscan und achtsame Bewegung, um diese Fähigkeit zu trainieren. Mit der Zeit entwickelst Du so mehr Gelassenheit und Resilienz im Alltag.

Ist MBSR das Richtige für dich?

MBSR wurde ursprünglich für Menschen mit chronischen Schmerzen entwickelt, aber mittlerweile zeigt sich, dass es bei ganz vielen Alltagsthemen helfen kann. Wenn Du im Stress versinkst, nachts schlecht schläfst, Dich oft angespannt fühlst oder einfach merkst, dass Du im Hamsterrad gefangen bist, dann kann MBSR Dir neue Wege zeigen. Viele Menschen berichten auch, dass sich ihre Konzentration verbessert, sie emotional ausgeglichener werden und besser mit schwierigen Situationen umgehen können. MBSR ist aber auch kein Allheilmittel und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn Du unter akuten psychischen Problemen wie schweren Depressionen, Traumafolgestörungen oder Psychosen leidest, ist eine therapeutische Behandlung der richtige Weg. MBSR kann dann später eine wunderbare Ergänzung sein, aber der Zeitpunkt sollte stimmen.

Was genau passiert in einem MBSR-Kurs?

Ein klassischer MBSR-Kurs erstreckt sich über acht Wochen. Jede Woche treffen wir uns in der Gruppe für etwa zweieinhalb Stunden. In diesen Treffen lernst Du verschiedene Achtsamkeitsübungen kennen, tauschst Dich mit den anderen Teilnehmenden aus und bekommst Input zu Themen wie Stressreaktion, Umgang mit schwierigen Gefühlen oder achtsamer Kommunikation. Zwischen den Treffen übst Du zu Hause, idealerweise täglich für etwa 45 Minuten. Klingt nach viel? Ist es auch, aber genau diese Regelmäßigkeit macht den Unterschied. Zusätzlich gibt es zwischen der sechsten und siebten Woche einen „Tag der Achtsamkeit“, den wir gemeinsam in der Gruppe verbringen. 

Ist MBSR wissenschaftlich belegt?

Ja, und zwar ziemlich gut. MBSR gehört zu den am besten erforschten Achtsamkeitsprogrammen überhaupt. Es gibt hunderte von Studien, die zeigen, dass MBSR positive Effekte auf Stress, Angst, Depression, chronische Schmerzen und sogar auf körperliche Marker wie Blutdruck oder Immunfunktion haben kann. Neurowissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, dass regelmäßige Achtsamkeitspraxis die Struktur des Gehirns verändern kann: Bereiche, die für Emotionsregulation und Aufmerksamkeit zuständig sind, werden gestärkt. Das bedeutet nicht, dass MBSR bei jedem Menschen gleich wirkt, aber die Evidenz ist stark genug, dass viele Ärzt*innen und Therapeut*innen es mittlerweile empfehlen.